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Ich dachte, ich müsste den nächsten Karriereschritt gehen

Aktualisiert: 20. Apr.

Ein Walk & Talk - Coaching-Moment zur beruflichen Neuorientierung über Druck, Klarheit – und die Erlaubnis, anders zu entscheiden


Schräg gewachsener Baum am #Seeufer mit verzweigter Krone, ruhigem Wasser im Hintergrund und weiter Landschaft – Symbol für Veränderung und neue Wege

Ein echter Moment aus einem Coaching


Ich möchte dich heute in einen echten Coaching-Moment mitnehmen.

Die Person, von der ich erzähle, gibt es wirklich.


Für diesen Text nenne ich sie Anna.

Anna ist 45. Leiterin im Personalwesen eines Konzerns.


Viele meiner Klientinnen kommen mit dem Wunsch nach beruflicher Neuorientierung – so auch Anna.


Sie hat sich bewusst für ein Walk & Talk Coaching entschieden.


Raus aus dem Raum.

Raus aus dem Denken im Kreis.



Wenn alles funktioniert – und du trotzdem über berufliche Neuorientierung nachdenkst


Als wir uns treffen, ist ihr Thema klar:

Der nächste Karriereschritt steht an.


Und gleichzeitig diese Frage:

Muss ich diesen Weg überhaupt weitergehen?


Das Unternehmen steckt mitten in der Transformation.

Kostendruck.

Mehr Verantwortung.


Ein Team, das sie ernst nimmt.

Eine Rolle, die immer größer wird.


Anna denkt viel.

Nachts.

Zwischen Meetings.

Am Wochenende.


Und trotzdem entsteht keine Klarheit.

Nur Erschöpfung.



Warum wir uns draußen treffen


Wir treffen uns an einem Samstagmorgen am Baggersee – typisch für mein Walk & Talk Coaching rund um Ingolstadt.


Nebel liegt über dem Wasser. Die Luft ist kühl, ruhig, klar.


Draußen in der Natur passiert etwas anderes als im Raum:

Der Körper kommt an.

Der Blick wird weiter.

Gedanken verlieren an Druck.


Nicht, weil sie verschwinden.

Sondern weil sie nicht mehr alles bestimmen.


Gerade in Phasen der beruflichen Neuorientierung hilft es, nicht nur zu denken, sondern anders hinzuschauen.


Natur ersetzt kein Coaching.

Aber sie schafft etwas, was im Raum oft länger braucht:

Weite,

Ruhe,

Bewegung,

Wahrnehmung.



Worum es Anna wirklich geht


Anna möchte für sich klären, wie es weitergeht.

Nicht heute in jedem Detail. Aber klar genug für einen nächsten Schritt, dass ist ihr Ziel für das Coaching am See.

Ich frage sie:

Wofür wäre es gut, wenn du für dich klarer bist, deinen nächsten Schritt kennst?

Was würde dann möglich werden?


Sie antwortet sofort:

Ruhe.

Klarheit.

Neue Energie.


Und dann, leise:

„Ich hätte wieder Schmetterlinge im Bauch.“


Das Foto entsteht nicht zufällig


Ich bitte Anna, die Umgebung bewusst wahrzunehmen.

Nicht zu suchen, nicht zu analysieren.

Sondern zu schauen, was sie anspricht.

Was hängen bleibt.


Was sich irgendwie nach ihrer Situation anfühlt.


Und wenn sie etwas entdeckt, ein Foto mit dem Handy zu machen.

Nicht perfekt.

Nicht „super schön“.

Sondern stimmig.


Das ist für mich der entscheidende Punkt beim Fotografieren im Coaching:

Ein Bild macht sichtbar,

was innerlich schon da ist –

aber oft noch keine Sprache hat.



Was Anna sieht


Anna bleibt stehen.


Vor uns steht ein großer Baum.

Der Stamm ist kräftig.

Verwurzelt.

Stabil.


Dann fällt der Blick nach oben.


Dort teilt er sich in zwei starke Äste.

Der eine wächst klar nach oben.

Der andere geht fast waagerecht zur Seite –

und steigt doch leicht an.


Im Baum sitzen Misteln.

Von links ragen Äste eines anderen Baumes hinein.

Rundherum wachsen Sträucher.

Dahinter liegt der See.


Anna macht das Foto.


Ich frage sie:

Was siehst du?


Sie schaut auf das Bild.

Dann sagt sie:

„Der Baum ist stark. Aber er wächst nicht nur in eine Richtung.“

Pause.

„Und genau das irritiert mich gerade so. Dass der seitliche Ast nicht schwächer wirkt. Sondern einfach anders.“


„Ich bin der Baum“


Ich frage:

Und wo bist du in diesem Bild?


Sie antwortet sofort:

„Ich bin der Baum.“

Ab diesem Moment geht es nicht mehr um ein Motiv.

Sondern um sie.



Das Bild wird zu ihrer Situation


Ich bitte Anna, das Bild weiter zu beschreiben.

Nicht interpretieren. Einfach benennen, was sie darin erkennt.


Langsam wird es konkret:

Der Stamm ist für sie ihre eigene Kraft.

Das, was sie über Jahre aufgebaut hat: Ihre Erfahrung. Ihre Stabilität.


Die Wurzeln – auch wenn sie nicht direkt sichtbar sind – sind für sie das, was sie trägt: ihre Werte, ihr Können, ihre Lebenserfahrung.


Der nach oben wachsende Ast steht für den klassischen nächsten Karriereschritt.

Mehr Führung. Mehr Sichtbarkeit. Mehr Verantwortung.


Der Ast zur Seite steht zunächst einfach nur für etwas anderes.

Noch nicht klar benannt.

Aber spürbar.


Die Misteln im Baum beschreibt sie als etwas, was Kraft zieht.

Dinge, die mitlaufen.

Nicht dramatisch – aber dauerhaft Energie kosten.


Die Äste des anderen Baumes, die in „ihren“ Baum hineinragen, sind für sie Einfluss von außen:

Erwartungen,

Anforderungen,

Stimmen anderer.


Die Sträucher drumherum stehen für ihr privates Umfeld.

Nicht gegen sie. Aber eben auch da.


Und beim See bleibt sie kurz still.

Dann sagt sie:

„Das ist Freiheit.“

An diesem Punkt verschiebt sich etwas.


Es geht nicht mehr nur um Karriere. Sondern um die Frage, wie sie eigentlich leben und arbeiten will.



Warum das Fotografieren hier so hilfreich ist


Im Gespräch hätte Anna vieles davon wahrscheinlich auch sagen können.

Aber durch das Foto passiert etwas anderes.


Sie muss auswählen. Sie muss hinschauen. Sie muss benennen.

Und sie sieht ihr Thema nicht nur als Gedanke – sondern vor sich.


Das Bild wird zu einer Art Landkarte.

Und genau das macht es so wirksam.



In den Baum "hinein"gehen


Wir gehen näher heran.


Anna legt die Hand an den Stamm.


Ich lade sie ein, nicht nur auf den Baum zu schauen, sondern sich wirklich in ihn hineinzuversetzen.

Wie ist es, dieser Baum zu sein?


Sie beschreibt:

„Unten ist es stabil. Aber oben wird es unruhig.“

Ich frage:

Wie fühlt sich der Ast nach oben an?


Sie schließt kurz die Augen.

„Vertraut. Aber eng. Er bereitet mir Druck.“

Dann frage ich:

Und der andere Ast?


Längere Pause.

„Weiter. Freier. Nicht so laut.“


Das gleiche Bild – aus anderen Perspektiven


Wir bleiben bei diesem einen Baum. Aber wir verändern den Blick.


Anna macht weitere Fotos.

Von näher dran. Mit Abstand. Von der Seite.


Dann bitte ich sie, sich vorzustellen, sie würde von oben auf die Situation schauen – wie aus einer Adlerperspektive.


Nicht mehr mittendrin. Sondern mit Abstand.

Sie schaut noch einmal auf das Bild.


Dann sagt sie:

„Von hier aus ist es eigentlich ganz klar. Es sind zwei Wege. Und keiner davon ist falsch.“

Auch die anderen Elemente im Bild verändern sich dadurch.


Der andere Baum wirkt aus der Distanz weniger bedrohlich.

Die Äste, die hineinragen, sind noch da – aber sie bestimmen nicht mehr alles.

Die Misteln sind sichtbar, aber nicht der ganze Baum.

Und der See ist auf einmal viel präsenter.


Freiheit ist nicht mehr nur Hintergrund.

Sie bekommt Raum.



Der Moment mit dem Specht


Wir stehen noch einen Moment an diesem Ort.


Dann hören wir ein Klopfen.

Ein Specht.

Ruhig. Konzentriert. Im seinem Takt. Schritt für Schritt.


Anna schaut hoch. Beobachtet ihn.

Und sagt dann:

„Der macht einfach weiter.“

Pause.

„Nicht alles auf einmal. Sondern Schritt für Schritt.“

Ich sage nichts.


Aber man spürt: Da arbeitet etwas in ihr.



Der Wendepunkt


Beim Weitergehen sagt sie:

„Ich habe immer gedacht, ich muss weiter nach oben, weil das der logische Schritt ist.“

Pause.

„Aber vielleicht muss ich gar nicht den einen großen nächsten Schritt machen.“

Sie schaut noch einmal auf das Bild auf ihrem Handy.

Dann sagt sie:

„Vielleicht geht es gerade gar nicht um höher, sondern um stimmiger.“

Das ist der Moment, in dem sich wirklich etwas löst.

Nicht als große Entscheidung.

Sondern als ehrliche Erkenntnis.



Was sich für Anna klärt


Jetzt wird konkreter, was der „seitliche Ast“ für sie bedeutet

.

Nicht Rückzug.

Nicht weniger Wert.

Sondern eine andere Richtung.


Sie beschreibt:

  • mehr Arbeit an übergreifenden Themen

  • mehr strategisches Mitdenken

  • mehr Gestaltung

  • weniger operativer Dauerstress


Und dann sagt sie:

„Ich brauche keinen höheren Titel.Ich brauche eine andere Art zu arbeiten.“

Warum sie nicht sofort entscheiden muss


Ich frage:

Was bedeutet das für dich – jetzt?


Sie antwortet:

„Dass ich heute nichts entscheiden muss.“

Und dann noch klarer:

„Ich darf erst verstehen, was ich wirklich will.“

Das nimmt Druck raus.

Und genau dadurch wird sie klarer.



Der nächste Schritt


Am Ende formuliert Anna selbst, was sie als Nächstes tun wird:


Sie wird das Gespräch mit ihrem Vorgesetzten suchen.


Nicht über „den nächsten Karriereschritt“.

Sondern über eine andere Ausrichtung ihrer Rolle:

  • mehr strategische Themen

  • weniger operativer Druck

  • mehr Gestaltung


Und sie erkennt noch etwas:

Dass sie ihre eigenen Werte klarer fassen möchte.


Was ist ihr wirklich wichtig?

Wie möchte sie arbeiten?

Was soll bleiben – und was nicht?


Das wird ein nächster Schritt – auch im Coaching.



Was sie mitnimmt


Als wir zurückgehen, hat sich etwas verändert.

Der Nebel ist verschwunden.

Der Himmel ist klar.


Und Anna?

Sie wirkt ruhiger.

Wacher.

Leichter.


Dann sagt sie strahlend:

„Ich habe wieder Schmetterlinge im Bauch.“

Dieses Mal anders.

Nicht als Wunsch.


Sondern als Gefühl von:

losgehen.

entdecken.

neu sehen.



Was das Foto für sie mitnimmt


Das Bild bleibt. Nicht als schönes Foto.

Sondern als Erinnerung.


An diesen Moment. An diese Klarheit. An den Unterschied zwischen Druck und Weite.


Und genau darin liegt für mich ein großer Mehrwert des Fotografierens im Coaching:

Anna nimmt nicht nur Gedanken mit nach Hause, sondern ein Bild, das sie selbst gesehen, gewählt und verstanden hat.


Etwas, auf das sie zurückschauen kann:

  • wenn Zweifel kommen

  • wenn Druck wieder steigt

  • wenn sie sich selbst aus dem Blick verliert


Das Foto wird zu einem Anker.



Was sich wirklich verändert hat


Die Situation im Außen ist gleich geblieben.

Aber Anna schaut anders darauf.


Genau dadurch verändert sich ihr Handeln.



Zum Schluss


Vielleicht kennst du das:

Du denkst viel. Du analysierst. Und trotzdem bewegt sich nichts.


Manchmal braucht es keinen neuen Gedanken.

Sondern einen Moment, in dem etwas sichtbar wird.


Wenn du dir ein Walk & Talk Coaching oder visuelles Coaching in Ingolstadt oder online vorstellen kannst, schreib mir gern.

 
 
 

1 Kommentar

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Gast
19. Apr.
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

Das ist ein guter Weg Lebenslagen aus einer anderen Perspektive zu sehen und so den richtigen Weg für sich zu finden.

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